Friedenskonferenz vom 22.11.2014 in Berlin

roomAm 22.11.2014 fand in Berlin im Maritim-Hotel eine Friedenskonferenz statt, zu der bewusst etablierte Mainstream-Journalisten ausgeladen wurden. Die Bild schickte trotzdem, auf Krawall gebürstet, ein Team vorbei, das provozierende Fragen stellte und vom Sicherheitsdienst entfernt wurde. Natürlich machte die Bild eine Story über mangelnde Pressefreiheit, Putin-Propaganda und gewalttätige Konferenzorganisatoren daraus.

Moderiert wurde die Veranstaltung von der engagierten Evelin Piétza.  Als musikalische Untermalung sang ein Chor einer Mutter mit ihren 2 Töchtern.

Der Journalist und Publizist Jürgen Elsässer sprach unter anderem über den deutschen Masochismus bezüglich der NSA-Überwachung und bezeichnete Deutschland als eine Filiale der Banken und als Außenposten des US Militärs.

Danach sprach der Mitbegründer des World Public Forums, Politikwissenschaftler und Unternehmer Wladimir Jakunin, den die Bild einfach einen Hetzer und Propagandist nannte, der nicht mehr in die USA einreisen dürfe. Er sprach über die antirussische Propaganda der internationalen Medien als Ausdruck schlechten Benehmens. Russen seien nicht gegen den Westen und sind immer für den Frieden. Außerdem haben viele Völker des Westens heute verlernt in Kriegssituationen zu überleben, weshalb es keine Alternative zum Frieden gibt.

wimmerDer ehemalige Staatssekretär Willy Wimmer fragte sich, welches Signal die Zusammenarbeit Deutschlands mit Faschisten in der Ukraine an Russland sendet. Er erzählte aus eigener Erfahrung, dass die politische Klasse heute weniger souverän ist, als in den vergangenen Jahrzehnten.

 

schachtschneiderDer Jurist und Staatsrechtler Prof. Dr. Karl Albrecht Schachtschneider referierte über die Begriffe Völkerrecht, Annexion, Sezession und das Selbstbestimmungsrecht der Völker und dass die Krim eine Sezession und keine Annexion erfahren hat. Er erwähnte den Freiheitsbegriff und beklagte, dass die Feindstaatenklausel bislang nicht gestrichen wurde. Er erwähnte den Unterschied zwischen Volk und Staat den man am damals gespaltenen Deutschland erfahren konnte. Es zählt für einen Staat oder eine Sezession allein der Wille des Volkes zur Einheit und ein Sezessionsverbot in einer Verfassung sei rechtswidrig. Dafür brauche es wirkliche Demokratie, die wir allerdings nicht in der EU erleben mit einem Parlament, das keines ist.

bahrEgon Bahr, langjähriger Bundesminister und Berater von Willi Brandt erwiderte darauf hin, dass die Feindstaatenklausel inaktiv sei, dass Politik von Machtinteressen bestimmt wird, dass es keine Wiedervereinigung gab, sondern eine Einheit und dass die Sowjetunion das Selbstbestimmungsrecht Deutschlands anerkannt hat vor 25 Jahren.
Er schloss damit, dass nur wenige selbständig denken und leider noch weniger dafür einstehen.

buehlowDer ehemalige SPD-Politiker und Geheimdienstfachmann Andreas Bühlow erwähnte ein Strategiepapier über die europäische Zukunft mit Russland, das noch vor der Widervereinigung von ihm verfasst wurde und sich bewahrheitet hat. Der warnte vor einem Erstschlagspotential der USA und dass auch US-Bürger besorgt sind über eine Politik gegen die eigene amerikanische Verfassung. Er nannte seine Kritiker Amerikaversteher und fragte sich, warum es keinen Lehrstuhl für Geopolitik oder eine Lehre über Geheimdiensttechniken und internationale Einflussnahme gibt.

Der AfD-Politiker Alexander Gauland beklagte, dass es keine öffentliche Diskussion, sondern Ausgrenzung anderer Meinungen gibt in Presse und Politik. Russlands politische Zukunft müssen die Russen selber bestimmen. Er brachte viele Zitate von Bismarck und fragte, wie sich die USA verhalten würde, wenn Russland wieder Raketen in Kuba stationiert, so wie es die Nato gerade mit der Ukraine plant. Er erwähnte auch die Vertragsbrüche bei der Euro-Rettung.

freysingerDer Schweizer Sicherheitsminister Oskar Freysinger weckte das Publikum wieder mit einer dynamischen Rede über die Schweiz und historische Sanktionen, über Werte, Differenziertheit, über den Bankenstreit, den die Schweiz nicht mit Russland aber mit den USA haben. Er erwähnte, dass die Sanktionen rechtswidrig sind. Er kritisierte den gläserner Bürger, Offshore Banken der USA, wirtschaftliche Erpressung, Saatgutverordnungen, gefährliche Dünger und Impfstoffe für Krankheiten, die es gar nicht gibt. Er nannte die EU ferngesteuert und imperialistisch.

Der britische Historiker und Journalist John Laughland kritisierte das TTIP, den Postnationalismus, die EU, die Ideologie der USA und meinte, es existiert eine Blindheit der Politiker und forderte eine Rückkehr zur Realität, in der man sich von EU und den USA los sagen müsste, um souverän zu werden.

Weitere Details kann man dem Artikel von Compact-Online entnehmen.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Friedenskonferenz vom 22.11.2014 in Berlin

  1. Pingback: Lügen unsere Medien? | Friedensbewegung Halle

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s