Wie zur Zeit des Faschismus: Presse und Querfront gegen staatenloses Volk

Bild-Hetze

Bild-Hetze gegen friedliche Palästina-Konerenz

Die Presse war voll von Vorverurteilung, Vereinfachung und Falschdarstellung. Die Bild meinte sogar, es würde eine Hass-Konferenz geplant. Der Tenor der Politik und Mainstream-Medien war, dass die radikale Partei Hamas, die sie eine „Terrororganisation“ nannten, eine Konferenz in Berlin organisierte. Dabei übernahmen sie diese Falschinformation einfach von jüdischen Lobby-Organisationen.

Der Tagesspiegel forderte auf, dass nun die „demokratische Zivilgesellschaft“ Flagge zeigen müsse, um das Bündnis „Berlin gegen Hamas“ zu unterstützen. Abgesehen von der Falschdarstellung wundert dabei nicht nur die merkwürdige Definition von Demokratie, sondern fragt sich auch, was für Journalismus das ist, der zu beflaggten Gegendemonstrationen aufruft. Von Neutralität ist da nichts mehr zu lesen.

1907660_1067540506596685_4701959655153008043_nDie BZ fragte sogar, „Warum dürfen sich 3000 Hamas-Anhänger in der Arena-Treptow treffen?“. Dabei wird ein Bild von bewaffneten und maskierten Radikalen gezeigt.

Uns ist die BZ bereits bei diversen verzerrten Berichten über Friedensdemonstrationen im letzten Jahr sehr negativ aufgefallen. Guten Journalismus leben die Autoren dort jedenfalls schon lange nicht mehr.

Grüne Politiker riefen zum Widerstand auf, gefolgt von Antideutschen und Jugendlichen der Linksjugend Solid, was deshalb absurd klingt, weil Mitglieder der Linkspartei tatsächlich einen Stand auf dem Gelände der Konferenz unterhielten.

Aber es demonstrierten nicht nur Linke gegen Linke, sondern auch Teilnehmer der Bärgida (als Spontankundgebung von E. Stubbe angemeldet der übrigens bei der Deutschen Bank arbeitet), die genauso wie die Antideutschen im Kampf gegen den Islamismus gerne die Fahnen Israels schwenken. Der Feind ihres Feindes muss ja automatisch ihr Freund sein. Damit enstand eine Querfront aus Grünen, linken und rechten Extremisten und Anti-Islamisten, genau wie zu Zeiten des Faschismus. Damals war es das staatenlose Volk der Juden, das man als Feind instrumentalisierte, heute ist es das staatenlose Volk der Palästinenser.

pali-con2Die Konferenz war natürlich, wie nicht anders zu erwarten, friedlich. Trotz aller Medienhetze kamen am Ende auch nur 100 bis 200 Gegendemonstranten.

Auf der Konferenz gab es Künstler, Wissenschaftler, Politiker und Geschäftsleute aus aller Welt. Sie zeigten Solidarität und forderten Frieden für das palästinensische Volk und ein Rückkehrrecht.

Die Hamas war kein Thema und einige kritisierten diese Partei sogar heftig in Gesprächen mit den Kritikern. Es wurde mehr getanzt als geredet, es gab Info-Stände nicht nur über politische Themen, sondern auch über technische Lösungen, wie Solaranlagen oder Meerwasser-Entsalzungsanlagen.  Ein jüdischer Schriftsteller stellte sein Buch vor, welches das Unrecht schildert, das dem palästinensischen Volk angetan wird. Es gab Projekte von Bildhauerei, Malerei und Modellbau. Für palästinensische Speisen war ebenfalls gesorgt.

Die Abendschau berichtete in einem Video von der Konferenz. Die Überschrift des Videos ist allerdings sehr irreführend:

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Eine Antwort zu Wie zur Zeit des Faschismus: Presse und Querfront gegen staatenloses Volk

  1. Andy schreibt:

    Hahaha, „linke“ Antideutsche Antifa (?), stramm vereint mit rechter Bärgida.
    Die Solid – Rechts Jugend- auch wieder mit dabei, wie erwartet.
    Grüne, na klar, dürfen bei keiner Schweinerei fehlen (Vollstrecker der Armut, zusammen mit der SPD).
    Ich empfehle den Antideutschen übrigens, das nächste mal noch Reichskriegsflaggen mit zu bringen, das passt zu ihrer Querfront Strategie.

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