Analyse der Teilnehmer des Bilderbergertreffens 2016

Die offizielle Auflistung der Teilnehmer und Themen findet man hier: http://www.bilderbergmeetings.org/

Woher kommen die Teilnehmer?

Die mit Abstand größte Gruppe der Teilnehmer kommt aus den USA (30 Teilnehmer), gefolgt von Deutschland (15), Großbritannien (10) und Frankreich (8) sowie weiteren 18 Ländern.

Die meisten Teilnehmer gehören der Wirtschafts- und Finanzbranche an (54 Teilnehmer), gefolgt von Politikern (29),  Medien (14) und diversen Thinktanks (10).

Die Wirtschaftsvertreter sind vorwiegend Vertreter der Rohstoff- und Rüstungsindustrie.

Die Teilnehmer kommen aus Nordamerika und aus Europa. Die USA schicken nur einen Politiker, den Senator Graham Lindsey, begleitet von 16 Wirtschaftslobbyisten, 6 Meinungsmultiplikatoren, 5 Meinungsmachern und 2 Wissenschaftlern.

Die Deutschen kommen mit 4 Politikern begleitet von 7 Wirtschaftslobbyisten, 3 Meinungsmultiplikatoren und einem Wissenschaftler.

In der Summe überwiegen eindeutig die Vertreter der Wirtschaft und der Finanzen.

Was sind die Themen?

Man könnte vermuten, dass die Wahlen in den USA und in Deutschland Thema sein werden. Anhand der Gästeliste wäre vorstellbar, dass mit dem Senator Lindsey eine republikanische Position u.a. gegen Donald Trump vertreten wird. Für Deutschland präferiert man logischerweise die CDU in Gestalt der Kriegsministerin von der Leyen als neue Bundeskanzlerin, vielleicht aber auch de Meziere oder Schäuble, weshalb alle 3 eingeladen wurden. Kanzlerin Merkel wurde bereits abgeschrieben und daher auch konsequenterweise nicht eingeladen.

Feindbilder Russland, Syrien und Iran

Es sollen aktuelle Ereignisse in Europa, USA, im mittleren Osten, Russland und China besprochen werden. Da der NATO-Scharfmacher Breedlove anwesend ist, kann man von einer russophoben Grundstimmung ausgehen. Die jeweiligen Rohstoff-Firmen dürften ihre Begehrlichkeiten im Nahen Osten, in der Ukraine und in Russland debattieren, was ebenfalls zu einer aggressiven Haltung gegenüber Syrien, Iran und Russland führen muss.

Abhängigkeiten durch technologischen Vorsprung

Technologische Innovationen sollen ein Thema sein, weshalb die Google-Mutterfirma eingeladen wurde, wie auch Firmen, die Spezialisten auf dem Gebiet künstlicher Intelligenz und IT sind. Dieser technologische Fortschritt soll dafür sorgen, den arabischen, chinesischen und russischen Firmen (insbesondere Rohstoff-Konzernen) einen Schritt voraus zu sein und diese Firmen bzw. Länder abhängig von westlichen Produkten zu machen. Da aber gerade die offenen, künstlich intelligenten Systeme Gefahren in sich bergen, soll auch das Thema Cyber-Security behandelt werden.

Soziale Zerwürfnisse

Am Ende will man den wenigen, ausgewählten Politikern erklären, wie sie mit dem wachsenden Problem des Prekariats und des schrumpfenden Mittelstandes umgehen sollen.

Die Meinungsmacher der Thinktanks liefern dazu die Modelle und die eingeladenen Meinungsmultiplikatoren der größten Medienkonzerne sollen dann in dieser vordefinierten Sprache genau diese Ideologie verbreiten, welche schlussendlich den Multimilliardären und Investoren der großen Konzerne dienen soll.

Fazit

Schlussendlich wird hier eindeutig versucht, Politik und Presse von der Wirtschaft auf Linie zu bringen. Man könnte auch sagen, das Bilderbergertreffen ist eine berühmte und elitäre Lobbyveranstaltung der sogenannten „westlichen“ Welt, von der die BRICS-Staaten klar ausgeschlossen sind.

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8 Antworten zu Analyse der Teilnehmer des Bilderbergertreffens 2016

  1. MikDD schreibt:

    gute Fleißarbeit!

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  2. Dr. X schreibt:

    Ich habe selbst als Assistent eines der Teilnehmer am letzten Bilderbergtreffen teilgenommen. Ich sahs bei mehreren Gesprächen dabei und habe Protokoll geführt. Ich kann euch versichern, dass keines der oben genannten Themen besprochen wurde.

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  3. H. Janson schreibt:

    @ Frank Geppert . . . Kommentar von „Howard“ zu MDR Bilderberg-Konferenz in Dresden – Quelle: http://www.mdr.de/sachsen/dresden/bilderberg-konferenz-ende-100.html – Antisemiten, Verschwörungstheoretiker, Russlandfreunde, Antiamerikaner, Nationalisten und Politsekten (PEGIDA, AFD) verhindern einen sinnvollen Diskurs über die Sinnhaftigkeit einer solchen Vereinigung wie die Bilderbergkonferenz. Und scheitern mit ihrem „Protest“ auf ganzer Linie. Diese angeblichen Proteste waren einfach peinlich. Noch eine kleine Kritik am MDR: In Ihrem Blog über die Proteste wurde einem angeblichen „Jens“ eine Plattform geboten. Hier handelt es sich um Frank Geppart, dem führenden Kopf hinter „Endgame“. Auch ein übler Antisemit und Verschwörungstheoretiker. Bitte vorher mal besser recherchieren. Dann macht man sich nicht so lächerlich.

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    • Frank Geppert schreibt:

      Daran merkt man, mit welchen Mitteln solche Leute arbeiten. Ich habe weder als „Jens“ beim MDR etwas kommentiert, noch bin ich ein „übler Antisemit“. Religionen kritisiere ich zwar wie Ideologien ganz gerne, weil sie das freie Denken einschränken, aber da mache ich keinen unterschied zwischen semitischen, multitheistischen oder monotheistischen Varianten.

      Die Absicht dieses Kommentators scheint offen diffamierend und anschuldigend zu sein.

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    • teutoburgswaelder schreibt:

      Hm, Sie bezeichnen die AfD als „Sekte“, das macht Sie nicht unbedingt glaubwürdig. Ich kann mir gar nicht vorstellen, daß Ihnen das nicht aufgefallen ist….

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