Weltfriedenstag

Am 01.09. sollte laut Kalender in Deutschland der Weltfriedenstag sein. Doch man merkt davon nichts in den Mainstream-Medien. Im Gegenteil. Im Handelsblatt wird der Spalt zwischen Russland und der Ukraine weiter vertieft und man verbreitet die Mär der Annexion der Krim, auch wenn Rechtswissenschaftler von einer Sezession sprechen.

In der Tagesschau wird erklärt, dass Merkel und Gabriel darüber streiten ob TTIP nun gescheitert sei. Auch in Frankreich mehren sich die Stimmen, dass TTIP nicht mehr politisch unterstützt werde, doch die Lobbykönigin Merkel hält bis zum Schluss daran fest, auch wenn am Ende private Schiedsgerichte über Staaten urteilen können, also auch über sie.

Diese Differenzen existieren überall. Parteien machen Stimmungen gegeneinander, Staaten sichern ihren inneren Zusammenhalt, indem sie äußere Feinde verteufeln und Religionen werden für geopolitische Machtspiele missbraucht.

Seit 2,5 Jahren stehen wir auf der Straße für Frieden, Gerechtigkeit und Ehrlichkeit und fordern als echte Demokraten, dass die Menschen endlich in all diesen wichtigen Dingen gefragt werden. Aber auch in der Friedensbewegung gibt es keine Einigkeit. Der Friedenskreis Halle hat sich nicht nur geweigert, mit der Friedensbewegung Halle zusammen zu arbeiten, sondern hat sogar in der internen und externen Kommunikation Stimmung gegen die Aktivisten gemacht, die nicht nur häufiger öffentlich auftreten, sondern es auch ohne Steuermittel auf eigene Kosten und aus fester Überzeugung tun.

Dem Frieden sind wir leider auf diesem Weg so fern wie selten, denn die Kriege nehmen überall zu. Deutsche Soldaten stehen wieder an der russischen Grenze als Speerspitze der NATO. NATO-Manöver werden alle paar Monate im Baltikum durchgeführt und Auslandseinsätze in Afghanistan, Syrien oder Mali sind für die sogenannte „Verteidigungsministerin“ ganz normal. Dass die NATO außerhalb des NATO-Gelände aktiv ist, z.B. in Libyen, Irak oder Afghanistan und bald auch in der EU gegen Flüchtende eingesetzt werden soll, scheint auch niemanden zu stören.

Direkte Demokratie wäre die Lösung, diesen Zustand zu verbessern, denn in Umfragen will die Mehrheit der Deutschen keinen Krieg. Die AfD und Die Linke fordern mehr direkte Demokratie. Doch beide stehen beispielhaft für den Spalt in der Politik. Eine Zusammenarbeit scheint dort genauso wenig vorstellbar, wie bei den verschiedenen Friedensvereinen. Mit dieser egoistischen, gespaltenen und zerrütteten Mentalität, wird niemand die Kriege um Ressourcen, das Morden mit Drohnen und die Aufrüstung der Atomwaffen verhindern können. Der Tod vieler Menschen ist damit auch indirekt Schuld dieser Vereine und Parteien, die von persönlichen Finanz- und Machtinteressen geleitet sind und die positiven Themen als Produkt instrumentalisieren.

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