Über Rassisten und Philanthropen

Im einem Sachkundebuch der 5. und 6. Klasse steht geschrieben, dass es gar keine Menschenrassen geben würde. Es gab nur Menschenarten, von denen nur noch der Homo Sapiens übrig geblieben ist.
Damit dürfte es auch keinen Rassismus geben, sondern nur Artismus und selbst dieser macht bei einer einzigen Art gar keinen Sinn. Es bleibt also nur die Angst vor Anderen, vor Fremden übrig, die Xenophobie, die von Forschern gut erklärt wird und die sich nicht nur nach dem Pass der Anderen richtet.
 
Ein Gespräch mit einer Biologielehrerin ergab, dass diese Begriffe in verschiedenen Gruppen anders genutzt werden. Hundezüchter definieren Rassen vielleicht anders als die Autoren von Sachkundebüchern.
Die Einteilung der Welt in die Eigenen und in Fremde ist also genauso dual und kindergartenlogisch, wie die Zweiteilung der Welt in Rassisten und Philanthrophen.
 
Ideologien, Parteien und politische Strategien, die auf so simple, duale Muster aufgebaut sind, sind ergo zu wenig differenziert und werden der komplexen Welt nicht gerecht, die uns umgibt.
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