Bayer will Monsanto kaufen. Was steckt dahinter?

Während die Medien davon schreiben, dass Bayer eine deutsche Firma wäre (siehe Handelsblatt), sollte man wissen, dass nur 20 Prozent der Aktionäre Deutsche sind. Das meiste Kapital kommt aus den USA/Kanada und Großbritannien.
 
Monsanto hat weltweit einen schlechten Ruf wegen der Entlaubungsmittel aus dem Vietnamkrieg, der aggressiven Politik um nicht vermehrbares, genetisches Saatgut und alles Leben vernichtende Pestizide wie Roundup (Glyphosat), die auch nach Studien der WHO und durch Versuche mit Kleinsäugetieren im Verdacht stehen, Krebs auszulösen.
 
Monsanto gehört vorwiegend amerikanischen Finanzdienstleistern.
 
Der Kauf der Firma mit 62 Millarden soll über Kredite und einige neue Aktien finanziert werden. Der Gewinn von Bayer war in den letzten Jahren gerade mal 2 bis 3 Millarden. Die Firma müsste also sämtliche Überschüsse der nächsten 30 Jahre für diesen Kauf opfern.
 
Diese Überschüsse werden dann genutzt, den Kredit zu bedienen und damit den Fremdkapitalgebern ihre Rendite zu sichern. Da sowohl Monsanto als auch Bayer in den Händen von Finanzdienstleistern sind, sollte man davon ausgehen, dass die Ziele dieser Unternehmen das Generieren von Rendite oder das Bedienen der Kredite ist und die Produktqualität sowie die Verantwortung gegenüber dem Planeten oder der Menschheit eher eine untergeordnete Rolle spielen.
 
Durch das Aufkaufen von sogenannten „Mitbewerbern“ wird der Markt kleiner, Konkurrenz schwächer und die eigene Marktmacht erhöht. Dadurch kann man Preise erhöhen, Qualitäten verringern und kann Politik wie auch Vertrieb stärker unter Druck setzen.
 
Lediglich der Abnehmer kann durch seine Kaufentscheidung steuern, ob weiter Produkte von Bayer und Monstanto zum Einsatz kommen. Von den Aktionären darf man keine moralischen Entscheidungen erwarten.
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2 Antworten zu Bayer will Monsanto kaufen. Was steckt dahinter?

  1. teutoburgswaelder schreibt:

    Ich denke man will, da Roundup (Glyphosat) jetzt so massiv negativ in den Medien ist, den Namen wechseln, das Produkt wird wohl tatsächlich fallen gelassen werden, während man parallel dazu etwas vermeintlich „Neues“ unter anderem Namen entwickelt, aber zusätzlich ist auch der Name „Monsanto“ so negativ behaftet, dass man den verschwinden lassen will. Da kann man einfach keine „Rendite mehr mit generieren“, d.h. auf deutsch: kein Geld mehr mit machen.

    Gefällt 1 Person

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