G20 und der Schwarze Block – eine Analyse

Hamburg, im Juli 2017, G20-Treffen inmitten der Stadt. 20 Tausend Polizisten, 11 Tausend Demonstranten, davon 1 Tausend vermummt und gewaltbereit. Die Stadt brennt, es gibt Plünderungen. Ca. 500 Polizisten und einige Journalisten werden verletzt.

Die Friedlichen Demonstranten behaupten, dass die Brandstifter nur eine Minderheit seien. Doch auch die Mehrheit bleibt erstaunlich farblos. Einige protestieren in grau, indem sie sich mit Lehm bemalt unbeweglich in der Stadt postieren. Aber konkrete Forderungen oder konkrete Kritik sucht man vergebens.

Dabei gäbe es genug an der Globalisierung zu kritisieren: die steigende Konzentration von Macht und Kapital, die steigende Ungleichverteilung, Steuerflucht, die höhere Flexibilität des Geldkapitals verglichen mit dem Humankapital, Rohstoffkriege, ein Währungsabwertungswettlauf, steigende globale Überwachung oder der Abbau von Subsidiarität und Demokratie.

Doch in ihrer tragischen Rolle der Scharfmacher rufen die Vermummten lauthals Parolen gegen den Faschismus und gegen den Kapitalismus und nutzen selber faschistoide Methoden, Andersdenkende zu jagen und zu verletzen. Sie zerstören Konsumprodukte, die dann durch Versicherungen, Re-Investitionen oder Neukauf ersetzt werden müssen und dann am Ende den Kapitalismus sogar erstarken lassen. Denn jede Neuanschaffung erzeugt das von der Lobby herbeigeredete Wachstum. Die Kredite schaffen neues Geld und lassen Zinsen endlich wieder wachsen. Investoren wittern Chancen und transferieren ihre erspielten Geldsummen dorthin, wo aufgebaut werden muss. Kriege, Katastrophen und Terror können genau so eine Situation schaffen, die dem Großinvestor von Nutzen ist.

Doch in ihrer unbegrenzten Einfältigkeit bedienen die Schläger des schwarzen Blocks mit angetäuschten linken Parolen nicht nur die Wünsche der Superreichen, sondern erst recht die feuchten Träume der Globalisten. Denn eine Gewaltorgie wie in Hamburg ist der beste Anlass, Überwachung über alle Grenzen auszubauen, einen Ausnahmezustand auszurufen und vielleicht auch das Militär im Inneren einzusetzen. Die Polizei wird nach mehr Mitteln und Personal rufen. Jedes zerstörte Polizeiauto wird durch 2 Neue auf Steuerkosten ersetzt. Geheimdienste werden jammern, dass sie zu wenig Mittel hatten, das im Vorfeld zu verhindern. Die EU könnte nach einer Europa-Polizei rufen. Der gewachsene Druck könnte sogar der NATO Anlass sein, ihre Hilfe gegen den Terror von innen anzubieten.

Jede dieser Organisationen hat das höchste Interesse, genau solche Ereignisse für ihre politischen und wirtschaftlichen Ziele zu instrumentalisieren. Wenn sie ihre eigenen Leute im schwarzen Block hätten, was würden die wohl tun? Würden Sie rufen: „Wir sind friedlich, was seid ihr?“ oder würden sie, wenn keiner guckt, einen Brandsatz werfen?

Aus diesem Grund stellen gerade nicht wenige friedliche Demonstranten die Hypothese auf, dass die Randalierer von NGOs oder von Geheimdiesten bezahlte Agenten wären und dass Polizisten außer Dienst bereits zugegeben hätten, dass genau solche Provokateure in der Vergangenheit eingesetzt wurden, um Versammlungen aufzulösen. Die Geschichte belegt dieses Vorgehen sogar am Beispiel der Demonstrationen rund um Rudi Dutschke.

Doch selbst wenn diese Hypothese stimmt und Provokateure Realität sind, so muss es genügend Mitläufer geben, um einen Schaden von über 100 Millionen Euro zu erzeugen. Und es muss noch mehr Versammlungsteilnehmer geben, die das dulden oder gar heimlich unterstützen. Es muss genügend Parteien, Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften geben, die ihnen die Anreise bewusst oder unbewusst mitfinanzieren. Es braucht mehr, als nur eine Handvoll Provokateure, die ja jeder Veranstalter in Windeseile zusammen mit der Polizei von der Versammlung ausschließen könnte.

Hier hilft es immer wieder, die Geschichte umzudrehen: Man stelle sich vor: glatzköpfige Nazis mit Stahlkappenstiefeln würden eine Stadt verwüsten, Journalisten attackieren und Polizisten angreifen. Schauen wir uns die Realität an: Es gibt Parteien und Organisationen die voll gepumpt werden mit Steuermitteln für den Kampf gegen Rechtsextremismus aber für den Kampf gegen Linksextremismus oder gegen religiösen Extremismus gibt es offensichtlich keinen Cent. Das wäre nicht politisch korrekt, obwohl es doch so unglaublich undemokratisch und sozial gefährlich ist, wenn man eine gewaltverherrlichende Gruppe bekämpft und eine andere sogar unterstützt.

Hamburg hält uns vor Augen, wie verkorkst unsere politische Landschaft ist und dass wir nicht in einer ausgeglichenen Gesellschaft und womöglich nicht einmal in einer Demokratie leben.

Doch all dieses Theater um brennende Konsumgüter lenkt am Ende die skandalträchtigen Medien ab. Sie berichten lieber über Gewalt als über langweilige Außenpolitik. So gewinnen die Globalisten selbst hier aufgrund der Einfältigkeit des schwarzen Blocks. Die Menschen lesen nicht mehr, dass Polen mit den USA vereinbart hat, Patriot-Raketen zu kaufen und diese gegen die angeblichen bösen Russen an ihre Grenze zu stellen. Um dem in ihren Augen so üblen Russen noch mehr auszuwischen, kaufen sie sogar das viel teurere Frackinggas der USA und lassen es aufwändig mit Schiffen antransportieren.

Merkel ist sogar öffentlich der Meinung, dass wir Deutsche viele Gemeinsamkeit mit den USA haben, was die Außenpolitik angeht. Vermutlich meint sie Rüstungsexporte, Kriegseinsätze und Rohstoffbeutezüge.

Man hätte sehen können, wie die Medien versuchen, Trump zu isolieren, aber dass Macron dessen Nähe gesucht hat. Sie hätten sehen können, dass die G20 nach und nach von den Asiaten dominiert werden und der sogenannte Westen nicht nur an Macht, sondern auch an Zusammenhalt verliert. Schon an der Statistik hätten sie sehen können, dass die G20 nur 10 Prozent der Länder ausmacht, 2/3 der Weltbevölkerung vereint, aber 80 Prozent der Weltproduktion auf sich summieren. Die G20-Länder vereinen die ältesten Menschen auf sich und vergleichsweise geringe Geburtenraten. Sie sind nicht unbedingt hilfsbereit. Die meisten (echten) Kriegsflüchtlinge der Welt verteilen sich auf Nicht-G20-Staaten.

Der schwarze Block wurde in den 70ern geschaffen. Er tauchte bei Protesten gegen Krieg und Atomkraft das erste mal auf. Die Beteiligten vermummen sich entgegen dem Versammlungsrecht, um einer Strafverfolgung zu entgehen. Schon 1987, also vor 30 Jahren titelte der Spiegel „Die Vermummten, Terror aus dem Schwarzen Block“. Seit über 30 Jahren gibt es keine funktionierende Infrastruktur, linke gewaltbereite Extremisten friedlich in die Gesellschaft einzugliedern. Und seit über 30 Jahren gibt es keinerlei Aufwachen bei den Krawalldemonstranten, dass ihre Aktionen dem Kapitalismus nicht schaden, sondern ihm nützen, dass sie die Globalisten nicht kritisieren, sondern ihnen Argumente in die Hand geben, dass sie die Geheimdienste nicht abschaffen, sondern ihnen Geld und Macht verleihen.

Sie geben dem potentiellen Wähler alle Argumente, trotz Kritik an der CDU und an dem wechselhaften Kurs von Angela Merkel erneut diese korrupte Lobby-Partei zu wählen, weil sie ihnen das geringere Übel im Vergleich zu rot/rot/grün darstellt. Als Opposition machen sich Linke immer mehr unglaubwürdig und überlassen das oppositionelle Feld dann der AfD.

Selbst die etablierte SPD macht sich mit Leuten wie Heiko Maas und der Facebookzensur äußerst unbeliebt. Organisationen wie das Justizministerium um Heiko Maas finanzieren Mediengruppen wie den „Störungsmelder“. Für den Störungsmelder wiederum schrieben Autoren wie Sören Kohlhuber, die sowohl die Gewalt gegen die Polizei rechtfertigen, als auch die Jagd auf Journalisten mit Twittermeldungen anstießen.

In über 30 Jahren hat politische Klugheit nicht zu-, sondern offensichtlich immer mehr abgenommen. Und wir Freidenker, die das in Frage stellen, die solche Zustände mit wachem Verstand wahrnehmen, sollten endlich mehrheitlich die Stimme erheben und uns von keiner Seite vereinnahmen lassen. Wir denken selbst und wir handeln selbst und wir vernetzen uns zunehmend.

Am Ende wissen wir, dass uns kein Heiland befreien wird, erst recht keine Steineschmeißer, sondern dass wir das alle selber tun müssen und solange das möglich ist, müssen wir das friedlich machen, indem wir den Verursachern die Energie entziehen. Anfangen sollten wir damit, keine Bild-Zeitung mehr zu kaufen, uns in der Region zu engagieren, bewusst einzukaufen und im Zweifelsfall mit allen beteiligten Seiten zu reden, uns weder gegen das russische, das koreanische, das syrische noch gegen das amerikanische Volk hetzen zu lassen von Wenigen, die daraus ihren Profit schlagen. Weder Ideologien, Dogmen noch Religionen sollten unseren Verstand kapern. Wir sollten stattdessen hinterfragen, recherchieren, lesen und miteinander reden.

Quellen:

https://service.destatis.de/G20/

http://www.focus.de/politik/deutschland/g20-polizeipraesident-zieht-gemischte-bilanz-des-g20-einsatzes_id_7334967.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Agent_Provocateur#Agents_Provocateurs_bei_Demonstrationen

https://deutsch.rt.com/international/53889-g20-bilanz-gipfeltreffen-verdeutlich-spaltung-des-westens/

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2017/07/06/merkel-und-trump-viele-gemeinsamkeiten-bei-aussenpolitik/

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2017/07/06/usa-und-polen-vereinbaren-kooperation-bei-ruestung-und-energie/

https://youtu.be/Q0FEyFWLKj0

https://www.bmjv.de/SharedDocs/Artikel/DE/2016/02232016_Stoerungsmelder.html

http://parstoday.com/de/news/world-i29168-interview_mit_christoph_hörstel

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