Friedenskundgebung mit Ken Jebsen und Pedram Shahyar

Am 03.11.2014 füllten wir den Marktplatz mit fast 200 Menschen. Knapp 50 davon waren sehr entgegenkommende Gegendemonstranten, die so freundlich waren, weder lautstark zu stören, noch ihre Fahnen und Banner auszupacken. Die Polizei war sehr höflich und jeder Teilnehmer sehr kooperativ.

Tasse 2Die beiden Berliner Gäste Ken Jebsen von KenFM und Pedram Shahyar sorgten für intervallartige Beifallsstürme und wir bedankten uns mit 2 Hallenser Montagsdemotassen und einer kleinen Halloren-Schokoladenauswahl.

Halle hat erneut gezeigt, dass die politisch aktiven, mitfühlenden und leidenschaftlichen Menschen denen in anderen Städten nicht nachstehen. Wir bedanken uns noch einmal bei allen, die geholfen haben und anwesend waren.

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Anerkennung Palästinas

Am Donnerstag beschloss die schwedische Regierung Palästina als eigenständigen Staat anzuerkennen, gegen die Proteste Israels, die sogar ihren Botschafter aus Schweden abzogen, was die schärfste diplomatische Waffe darstellt. Damit ist Schweden das achte EU-Mitglied, welches eine solche Anerkennung vorgenommen hat, neben Zypern, Malta, Tschechien, Slowakei, Bulgarien, Rumänien und Ungarn. Allerdings lag das bei diesen anderen Ländern schon 16 Jahre zurück. Länder wie Irland, Belgien oder Portugal könnten nach Expertenmeinungen demnächst folgen.

Weltweit gibt es jetzt mit Schweden 135 Staaten, die Palästina anerkannt haben. Deutschland gehört nicht dazu. Allerdings hatte die nun nicht mehr existierende Deutsche Demokratie Republik Palästina anerkannt.

Das Ziel der Anerkennung Schwedens ist eine friedliche 2-Staatenlösung, die allerdings durch die expansive Siedlungs-Politik Israels kaum praktisch möglich sein wird, wie folgendes Bild zeigt:

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Ken Jebsen und Pedram Sahyar sprechen in Halle

Das freut einige Leser und Friedensaktivisten, aber es lässt auch die lokalen Gegner der Friedensbewegung anschwellen: Ken Jebsen, Journalist und Betreiber von KenFM und Pedram Shahyar (ehemaliger Attac-Aktivist) kommen am 03.11. nach Halle und sprechen dort.

Für Frieden – ehrliche Medien – soziale Gerechtigkeit!

Ken Jebsen in Halle

Ken Jebsen in Halle

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Frieden durch bewusste Ernährung

Um Frieden zu schaffen, braucht es dezentrale, regionale Strukturen, damit Menschen vor Ort arbeiten, leben und politisch aktiv sein können. Es benötigt Subsidiarität, nach der Macht von den kleinsten Einheiten ausgeht.

Die Globalisierung ist der Gegenentwurf und erzeugt Spannungen. Menschen müssen dem Kapital hinterher ziehen und Familien werden zerstört. Einige Regionen lösen sich auf, andere werden zu Ballungsgebieten.

Ein Beispiel dafür ist McDonalds mit 35.000 Orten, von denen ca. 70 Millionen Menschen in über 100 Ländern mit Fastfood-Produkten „versorgt“ werden. Eines davon war Bolivien, in dem McDonalds seit über 15 Jahren Fuß fassen wollte und versagt hat. Die Bevölkerung misstraute dem Restaurant trotz subventionierter Preise. Regionale und gesunde Nahrung waren und sind den Bolivianern wichtiger. Trotz massiver Werbekampagnen gibt die Kette jetzt auf und zieht sich zurück.

Ohne sich politisch darüber zu bilden, wissen die Bolivianer instinktiv, was gut für ihre Gesundheit, die Arbeitsplätze vor Ort und für ihre Unabhängigkeit ist: Selbstbestimmung durch dezentralen und regionalen Konsum. Die stärkste Macht, die jeder von uns hat, ist nicht das Kreuz auf einem Wahlzettel, sondern das Geld, das wir jeden Tag ausgeben. Damit können wir friedlich alles ändern und die überflüssig machen, die nicht nur uns, sondern der ganzen Welt Schaden zufügen.

Bolivian Food

Bolivian Food

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27. Mahnwache für den Frieden in Halle am 27. Oktober 2014

Russlands Präsident Wladimir Putin hielt am 24. Oktober im Rahmen des Internationalen Diskussionsklubs Waldai in Sotschi eine Rede im Rahmen des Themas „Die Weltordnung: neue Regeln oder das Spiel ohne Regeln“.

Diese Rede klingt sehr vernünftig und wurde auch in einem Internet-Artikel der Tagesschau relativ sachlich zusammengefasst. Putin versucht zu deeskalieren und erklärt, dass Russland Interesse an Stabilität hat, erwähnt aber auch die kriegstreiberische Rolle der USA und prangert die faschistische Putschregierung der Ukraine an.

Der Hammer aber ist die Schlagzeile!

Die lautet nämlich:

„Putins Reich des Bösen – Verbale Attacken gegen USA und Ukraine“

Hinzu kommen tendenziöse Zwischenüberschriften wie „Versuche, die Welt zu zertrümmern“, „Russland will sich dem Druck des Westens nicht beugen“ und „Janukowitsch bei der Flucht geholfen“.

Die Auftraggeber der Medienmacher und deren journalistische Vasallen wissen natürlich, dass viele Leute nur die Überschriften lesen und dass denjenigen gegenüber, die dann auch noch den Text teilweise oder ganz lesen, gleich von Anfang an  klargestellt wird, wie sie das Ganze zu bewerten haben.

Tagesschau-Desinformation: „Putins Reich des Bösen“

Eine türkische Journalistin, Mutter zweier Kinder, hatte die NATO-Unterstützung der ISIS aufgedeckt und wurde vom türkischen Geheimdienst zur Spionin erklärt.

Zwei Tage später verunglückte sie tödlich, als sie in ihrem Auto mit einem schweren Betonmischfahrzeug kollidierte. Dass sie zuvor einem Pressekollegen geschrieben hatte, sie mache sich Sorgen, der Geheimdienst könne etwas gegen sie unternehmen, ist natürlich rein zufällig. Also, bitte keine Verschwörungstheorien wie bei Barschel, Herrhausen, Haider oder Möllemann!

Junge Welt: Unfall oder Anschlag?

Um dies und vieles andere ging es in unserem Nachrichten-Rückblick der Woche (Teil 2).

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XXL Friedensmahnwache in Karlsruhe am 25.10.2014

Polizei Hand

Polizei Hand

Am 25.10.14 besuchten einige Hallenser die XXL Mahnwache für den Frieden in Karlsruhe. Die Friedensdemo begann mit einem Bewegtumzug, wurde moderiert von 3 Leuten, unter anderem Owe Schattauer (C-Rebell-Um) und es sprachen Ken Jebsen, Evelyn Hecht-Galinski, Pedram Shahyar und viele mehr. Es sangen 2 kleine Kinder, aber auch einige professionelle Musiker.
Trotz kümmerlicher Störversuche von einigen Aluhüten war es ein Fest der Liebe und der Wahrheit. Die Polizei war sehr hilfreich, nahm Flyer an und reichte den Demonstranten die Hand. Sie hörten übrigens aufmerksam zu, während die Aluhüten die Reden bewusst ignorierten.

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26. Mahnwache für den Frieden in Halle am 20. Oktober 2014

Diesmal gab es eigentlich nichts Besonderes, also die Videos auf keinen Fall anschauen! 😉

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25 Jahre Mauerfall in Reimen

Die Vorbereitung des 09.11. in Sachen 25 Jahre Mauerfall lieg in vollen Zügen. Unter anderem ist ein Gedicht entstanden, das wir bereits jetzt veröffentlichen wollen:

 

25 Jahre ist’s nun her
Ernst-Thälmann-Straße gibt’s nicht mehr
Die NVA heißt Bundeswehr
Die Jugendclubs, die sind nun leer.

Bananen gibt’s in rauher Menge
der Konsum heißt jetzt Supermarkt
nur beim Konzert gibts noch Gedränge
Das Laub nicht mehr Subbotnik harkt

Das macht jetzt die 1-Euro-Kraft
und FKK ist nicht mehr in
aus Orangen macht man lieber Saft
zum Spielen bleibt man lieber drin

Gemeinschaft zählt nur wenn es passt
der Firma und Rendite
verschwunden ist der Fahnenmast
gestiegen ist die Miete

Reisen steht jetzt jedem frei
solang‘ Du kannst’s bezahlen
Arbeitskräfte ich mir leih
mit Reichtum kannst‘ jetzt prahlen

Den anderen es schlechter geht
drum klopfen wir die Schenkel
der Grieche uns nicht mehr versteht
aus Freundschaft wird Geplänkel

Die Russen soll’n jetzt Feinde sein
Frieden ist nun nichtig
Schulden hängen uns am Bein
Rohstoff ist uns wichtig

Die Stasi nun verschwunden ist
doch NSA kann’s besser
gewachsen auch auf uns’rem Mist
wir wetzen schon die Messer

Messer die wir selber bau’n
3.größter Waffenexporteur
solche, die sich die Fresse hau’n
die mögen wir jetzt sehr

Die Wende hat uns transformiert
zu einer Kriegsnation
das Kapital hat investiert
in Lobby und Fraktion

Die Freundschaft weicht der Arroganz
der Egoismus siegt
wir kennen jetzt den Freudentanz
um Geld, das viel mehr wiegt

Es ist die aller stärkste Kraft
Mitleid zählt nur selten
der Mammon uns die Freude schafft
uns trennen vielmehr Welten.

Ich wünsche allen Menschen nun
erkennt der Erde Schmerz!
in Liebe sollten wir mal ruh’n
schaut tief in euer Herz!

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Der Weg in eine bessere Zukunft

Es gibt vieles zu kritisieren. Aber was können wir jetzt schon besser machen?

Es gibt viele gesellschaftliche Lösungen, über die wir reden können und für die wir uns stark machen sollten, deren Umsetzungen aber unser aller Geduld herausfordern werden. Doch es gibt auch private Schritte, die wir schon jetzt gehen können.

Wir träumen von einem bedingungslosen Grundeinkommen, von einem gerechteren Finanzsystem, von einer natürlichen, nachhaltigen und humanen Wirtschaft, von ehrlichen Medien und von Frieden. All das können wir teilweise in unserem Umfeld selber schaffen. Wenn wir Dinge nicht mögen, müssen wir sie nicht bekämpfen. Wir können sie einfach überflüssig machen.

So kann man regionale und überregionale Parallelwährungen nutzen wie Bitcoins, den Chiemgauer oder den Lindentaler, der sogar eine Mischung aus Grundeinkommen, Parallelgeld und einer Tauschbörse darstellt. Wir könnten uns an Tauschringen und Tauschbörsen beteiligen, die ebenfalls häufig eine Art virtuelle Währung nutzen, die man einsetzt, um angebotene Waren später über einen Puffer gegen andere Produkte einzutauschen. Gemeinwohlökonomie könnten wir unterstützen, indem wir gezielt ökologische und human hergestellte Produkte erwerben oder in genau solche Firmen investieren. Man kann gemeinnützige Banken unterstützen wie die GLS Bank oder zumindest regionale Sparkassen und Banken.

Ehrliche Medien erzwingen wir einfach, indem wir nur ehrliche Medien konsumieren und die anderen mit Ignoranz bestrafen. Wir können und sollten auch selber recherchieren oder eigene Video- und Nachrichtenportale erschaffen und vernetzt unser Wissen austauschen.

Verlogene Politiker darf man nicht wählen und durch mehr Mitbestimmung und Beteiligung in der Demokratie kann man auch glaubwürdig vorführen, dass eine direkte Demokratie gewollt ist und funktionieren kann.

Wenn wir keine Staatsverschuldung wollen, dürfen wir auch keine Staatsanleihen kaufen und damit keine kapitalbildenden (kapitalvernichtenden) Lebensversicherungen oder ähnliche Produkte erwerben, die in Staatsanleihen investieren.

Gesunde Nahrung können wir selbst herstellen oder gezielt einkaufen. Wenn wir dann auch noch regional einkaufen, schaffen wir Arbeit direkt vor Ort und wirken der Globalisierung entgegen. Damit wird auch die Konzentration von Macht und Kapital erschwert. Kleinere Firmen können die Politik nicht mehr erpressen und haben kein Monopol, Preise und Qualitäten nach Belieben zu gestalten.

Wir selbst haben dieses Monster geschaffen, das den Planeten zerstört, Ungerechtigkeit produziert, Kriege verursacht und uns mit Lügen einwickelt. Nur wir selber können das wieder reparieren.

Und wenn wir selbst Verantwortung übernehmen und damit unsere Gesellschaft, unsere Wirtschaft und unsere Umwelt gestalten, machen wir sogar die Politiker, Lobbyisten und Manager überflüssig, die sonst diese Entscheidungen für uns übernehmen würden, aber viel lieber ihre eigenen Interessen durchsetzen.

Gemeinsam können wir das schaffen. Aber anfangen muss jeder bei sich selbst.

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Oskar Lafontaine: IS-Terror bekämpfen durch Stopp der Kriege um Energievorkommen und durch Beendigung der Waffenexporte

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Die Linksfraktion im Saarländischen Landtag weist die Forderung der Saar-CDU nach schärferen Gesetzen gegen den Terror der IS zurück. Oskar Lafontaine erklärt: „Der Terror im Nahen Osten wird nicht durch schärfere Gesetze in Deutschland beendet werden können, sondern durch einen Stopp der Kriege um Energievorkommen. Der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete Todenhöfer hat zu Recht darauf hingewiesen, dass diese aggressive Politik der Kriege um Absatzmärkte und Rohstoffe den Terror geradezu heran züchtet. Insbesondere völkerrechtswidrige Drohnenkriege, bei denen durch reine Datenfehler unschuldige Menschen getötet werden, müssen unverzüglich eingestellt werden. Gleichzeitig müssen die Waffenlieferungen westlicher Staaten, darunter auch der BRD, an diejenigen Staaten gestoppt werden, die die IS unterstützen. Das wäre ein echtes Terror-Bekämpfungsprogramm.“

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