30. und 31. Mahnwache für den Frieden in Halle am 17. und 24. November 2014

Seit dem 17. November wurden unsere Mahnwachen vom Weihnachtsmarkt ins „Exil“ auf den Riebeckplatz verdrängt.

Gleichzeitig bot sich die Chance, an die jeweils kürzeren Kundgebungen eine Bewegtdemo mit Sprechchören und Aufrufen und am 24. November sogar noch eine Spontankundgebung am Leipziger Turm anzuschließen.

Hier nun die Videolisten vom 17. November:

… und vom 24. November:

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Weihnachten, St. Martin und die Hilfsbedürftigen

Die Geschichte Martin von Tours (316/317–397) wird immer wieder gern erzählt und in Kirchen theatralisch vorgetragen. Der Reichsheilige der Franken soll seinen Mantel geteilt haben, um jemanden vor dem Erfrieren zu retten. Er gilt damit als der Schutzheilige der Reisenden, der Retter der Armen und Bettler.

KleiderspendenDoch wir können und sollten das besser machen und nicht nur halbe, sondern vollständige Mäntel, Schals, Mützen, Handschuhe und Weihnachtsspeisen verteilen. Jeder hat im Schrank Kleidung, die er nicht mehr trägt.
Jeder kann backen und kochen und hat häufig etwas übrig. Wenn der Ofen einmal heiß ist, kann man auch doppelt so viel Backgut darin backen. Wer keine Zeit hat, kann Knabbereien und Schokolade kaufen.

Daher haben wir beschlossen, am kommenden Montag, den 01.12. und auch die Wochen danach, selber zu helfen und zu spenden, was wir entbehren können. Bitte bringt alle etwas mit!

Wer sich nicht traut, weil er nicht gemeinsam mit uns gesehen werden möchte, der kann auch gerne selber diese Einrichtungen kontaktieren. In Halle ist das unter anderem:

Obdachlosenheim am Böllberger Weg,
oder die AWO Kleiderkammer in Halle-Neustadt (im Südpark),
Bei Fragen: Frau Menzer, Telefon: 0345 0345 2984881

In Thale ist es das Sozialzentrum: http://www.sozialzentrum-bode.de/sozialzentrum/

Vielen Dank!

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Lügen unsere Medien?

Wir stoßen immer wieder nicht nur auf einseitige, sondern auch auf bewusst verzerrte Mediendarstellung. So werden bei Demonstrationen Interviews mit Extremen geführt oder nur mit einer bestimmten politischen Ausrichtung, meist gegen den wissenschaftlichen Trend, um mit Sensationen Auflage zu erzeugen oder ein politisch vorgefertigtes Bild zu bestätigen.

Bei der Friedenskonferenz am 22.11.14 kam die Bild, obwohl sie ausgeladen wurde, um auf Krawall gebürstet, ein negatives Bild einer Friedenskonferenz zu erzeugen, die Leute als Putinversteher und Extremisten darzustellen. Dass die Bild selber wegen ihrer Leitlinien des Springer-Verlags das Paradestück eines Obama-Verstehermediums ist, dass wird natürlich niemals erwähnt.

Die Heute-Show reiht sich nun in die allgemeine Hetze gegen RT-Deutsch ein, bezeichnet einfach alle dort als Verschwörungstheoretiker und vergisst dabei, dass sie selber zu den Sendern gehören, die z.B. Verschwörungstheorien über MH17 in der Ukraine nutzen, Sanktionen gegen Russland zu erheben. Der Spiegel schreibt aufgrund dieser irren Theorie sogar „Stoppt Putin Jetzt!“ und die Bild meint „Putin greift nach Europa“. Ebenfalls eine total wirre Verschwörungstheorie. Der Dieb ruft also laut: „Haltet den Dieb!“.

Doch jetzt übertraf sich der RBB selber in politisch korrekter Beschneidung und demonstriert erneut, dass man die Wahrheit biegt oder leugnet, um das Bild zu erzeugen, das politisch gewünscht ist.

rbb-umfrageEs gab eine Umfrage, des RBB nach der 93 Prozent der Befragten meinten, Platzeck habe Recht, dass der Westen die Schuld an der Nato-Osterweiterung trägt und damit Russland bedroht. 4 Prozent meinten, dass er im Kern Recht hat und nur 3 Prozent, also nochmal in Worten: nur drei von Hundert glauben der Nato-Propaganda und meinen, dass Platzeck irrt.

 

Weil dieses Ergebnis jenseits von allem ist, was politisch gewünscht war, verschwand die Umfrage in kurzer Zeit und man bekam folgendes Bild zu sehen:

rbb-umfrage2Und das ist kein Einzelfall. Solche Beispiele gab es zu Hauf. Viele Mainstream-Medien schalten nun die Kommentare ab, weil 90 Prozent der Kommentatoren ein anderes Bild zeichnen, als der Redakteur, der dort folgsam die Nato-Propaganda formuliert.

Unser Fazit ist, dass die Medien selten direkt lügen. Sie wählen Randerscheinungen, Extreme und befragen selten bis gar nicht die Gegenseite. Sie verzerren durch Fokussierung und durch Weglassen. Sie lassen den Zuschauer von einem einzelnen Objekt oder Menschen meistens falsch auf die Gesamtheit schließen. In der Mathematik nennt man das ein induktives Vorgehen, das Gegenteil der empirischen Statistik, wo man von der Mehrheit einer Stichprobe auf die Grundgesamtheit schließt.

Wissenschaftlich gesehen führt diese verzerrte Darstellung zu einem falschen Bild, repräsentiert nicht die Realität und stellt damit nicht die Wahrheit dar. Es mag noch immer keine Lüge sein, aber wahr ist es auf jeden Fall auch nicht. Und damit ist der Zweck dieser Medien verfehlt. Sie führen uns in die Irre und wenn jemand behauptet, sie würden lügen, ist das eine Darstellung, die in ihrer Übertreibung ziemlich nah an dem liegt, was jeden Tag in den Redaktionsstuben passiert.

 

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Friedenskonferenz vom 22.11.2014 in Berlin

roomAm 22.11.2014 fand in Berlin im Maritim-Hotel eine Friedenskonferenz statt, zu der bewusst etablierte Mainstream-Journalisten ausgeladen wurden. Die Bild schickte trotzdem, auf Krawall gebürstet, ein Team vorbei, das provozierende Fragen stellte und vom Sicherheitsdienst entfernt wurde. Natürlich machte die Bild eine Story über mangelnde Pressefreiheit, Putin-Propaganda und gewalttätige Konferenzorganisatoren daraus.

Moderiert wurde die Veranstaltung von der engagierten Evelin Piétza.  Als musikalische Untermalung sang ein Chor einer Mutter mit ihren 2 Töchtern.

Der Journalist und Publizist Jürgen Elsässer sprach unter anderem über den deutschen Masochismus bezüglich der NSA-Überwachung und bezeichnete Deutschland als eine Filiale der Banken und als Außenposten des US Militärs.

Danach sprach der Mitbegründer des World Public Forums, Politikwissenschaftler und Unternehmer Wladimir Jakunin, den die Bild einfach einen Hetzer und Propagandist nannte, der nicht mehr in die USA einreisen dürfe. Er sprach über die antirussische Propaganda der internationalen Medien als Ausdruck schlechten Benehmens. Russen seien nicht gegen den Westen und sind immer für den Frieden. Außerdem haben viele Völker des Westens heute verlernt in Kriegssituationen zu überleben, weshalb es keine Alternative zum Frieden gibt.

wimmerDer ehemalige Staatssekretär Willy Wimmer fragte sich, welches Signal die Zusammenarbeit Deutschlands mit Faschisten in der Ukraine an Russland sendet. Er erzählte aus eigener Erfahrung, dass die politische Klasse heute weniger souverän ist, als in den vergangenen Jahrzehnten.

 

schachtschneiderDer Jurist und Staatsrechtler Prof. Dr. Karl Albrecht Schachtschneider referierte über die Begriffe Völkerrecht, Annexion, Sezession und das Selbstbestimmungsrecht der Völker und dass die Krim eine Sezession und keine Annexion erfahren hat. Er erwähnte den Freiheitsbegriff und beklagte, dass die Feindstaatenklausel bislang nicht gestrichen wurde. Er erwähnte den Unterschied zwischen Volk und Staat den man am damals gespaltenen Deutschland erfahren konnte. Es zählt für einen Staat oder eine Sezession allein der Wille des Volkes zur Einheit und ein Sezessionsverbot in einer Verfassung sei rechtswidrig. Dafür brauche es wirkliche Demokratie, die wir allerdings nicht in der EU erleben mit einem Parlament, das keines ist.

bahrEgon Bahr, langjähriger Bundesminister und Berater von Willi Brandt erwiderte darauf hin, dass die Feindstaatenklausel inaktiv sei, dass Politik von Machtinteressen bestimmt wird, dass es keine Wiedervereinigung gab, sondern eine Einheit und dass die Sowjetunion das Selbstbestimmungsrecht Deutschlands anerkannt hat vor 25 Jahren.
Er schloss damit, dass nur wenige selbständig denken und leider noch weniger dafür einstehen.

buehlowDer ehemalige SPD-Politiker und Geheimdienstfachmann Andreas Bühlow erwähnte ein Strategiepapier über die europäische Zukunft mit Russland, das noch vor der Widervereinigung von ihm verfasst wurde und sich bewahrheitet hat. Der warnte vor einem Erstschlagspotential der USA und dass auch US-Bürger besorgt sind über eine Politik gegen die eigene amerikanische Verfassung. Er nannte seine Kritiker Amerikaversteher und fragte sich, warum es keinen Lehrstuhl für Geopolitik oder eine Lehre über Geheimdiensttechniken und internationale Einflussnahme gibt.

Der AfD-Politiker Alexander Gauland beklagte, dass es keine öffentliche Diskussion, sondern Ausgrenzung anderer Meinungen gibt in Presse und Politik. Russlands politische Zukunft müssen die Russen selber bestimmen. Er brachte viele Zitate von Bismarck und fragte, wie sich die USA verhalten würde, wenn Russland wieder Raketen in Kuba stationiert, so wie es die Nato gerade mit der Ukraine plant. Er erwähnte auch die Vertragsbrüche bei der Euro-Rettung.

freysingerDer Schweizer Sicherheitsminister Oskar Freysinger weckte das Publikum wieder mit einer dynamischen Rede über die Schweiz und historische Sanktionen, über Werte, Differenziertheit, über den Bankenstreit, den die Schweiz nicht mit Russland aber mit den USA haben. Er erwähnte, dass die Sanktionen rechtswidrig sind. Er kritisierte den gläserner Bürger, Offshore Banken der USA, wirtschaftliche Erpressung, Saatgutverordnungen, gefährliche Dünger und Impfstoffe für Krankheiten, die es gar nicht gibt. Er nannte die EU ferngesteuert und imperialistisch.

Der britische Historiker und Journalist John Laughland kritisierte das TTIP, den Postnationalismus, die EU, die Ideologie der USA und meinte, es existiert eine Blindheit der Politiker und forderte eine Rückkehr zur Realität, in der man sich von EU und den USA los sagen müsste, um souverän zu werden.

Weitere Details kann man dem Artikel von Compact-Online entnehmen.

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Achtung: Geänderter Ort

ACHTUNG: Ab dem 17.11. und während der Weihnachtssaison werden wir nicht auf dem Marktplatz stehen, sondern 18 Uhr am Bahnhof auf dem Riebeckplatz auf Euch warten. Dort reden wir ein wenig, starten einen Bewegtumzug und können anschließend in der Menge der konsumwilligen Weihnachtsmarktbesucher untertauchen.

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Kostenlose BILDung

Neulich gab es eine Aktion in den sozialen Netzwerken. Der Grund war die kostenlose Ausgabe der Bild, die an 42 Mio. Haushalte ungefragt ausgeliefert wurde. Es gab Videos von Menschen, die dieses Examplar nur mit Feuerzangen und Handschuhen anfassten. Einige schickten sie zurück mit dem Vermerk „Porto zahlt der Empfänger“, andere verbrannten sie öffentlich oder schickten die Asche im Briefumschlag zurück.

Einige Analysen ergaben, dass dafür 4.500 Tonnen Papier verbraucht wurden, was ca. 27.000 Kubikmeter Holz entsprechen soll, also etwa 100 Hektar Wald. Zudem wird Druckertinte und Kraftstoff für die Auslieferung benötig. Finanziert wurde es von Werbekunden mit geschätzt 30 Millionen Euro.

Dabei stellt die Bild laut Wikipedia nicht einmal ein journalistisches Medium, sondern eine Boulevardzeitung dar, deren Inhalte „grammatisch und inhaltlich extrem verkürzt sind“ und deren Überschriften emotional dramatisiert und zugespitzt werden. Sie arbeitet mit den Mitteln der Verballhornung und verpackt politische Inhalte in einer scheinbar leichten Unterhaltung. Dem Springer-Verlag zugehörig müssen sie die Grundsätze und Leitlinien einhalten, die unter anderem verlangen, Solidarität und Unterstützung der USA zu leben. Das allein verhindert schon die Neutralität der Redakteure und erklärt die Einseitigkeit gegenüber Russland wie im Artikel mit der Überschrift „Putin greift nach Euopa“.

Bild und Feuer

Bild und Feuer

Auch deswegen habe ich es mir nicht nehmen lassen, diese Zeitung als Brennmaterial zum Anzünden des Kamins zu nutzen. Und selbst dafür taugt dieses Erzeugnis kaum. Es qualmte stark, brannte kaum und erzeugt weniger Licht und Energie als eine Papprolle, die vom Toilettenpapier übrig geblieben war.

Zum Glück gehen bei der Bild auch die Leserzahlen zurück und haben sich seit 1998 fast halbiert. Es bleibt ein wenig Hoffnung für die Bäume, aus denen sie hergestellt wird, den Intellekt, den sie vernebelt und die Wahrheit, die sie verhindert.

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Rede von Wladimir Putin am 24. Oktober 2014 in Sotschi

Beim Bericht über die 27. Mahnwache vom 27. Oktober erwähnten wir die Rede von Russlands Präsident Wladimir Putin am 24. Oktober im Internationalen Diskussionsklub Waldai im Rahmen des Themas “Die Weltordnung: neue Regeln oder das Spiel ohne Regeln”.

Am Forum nahmen 108 Experten, Historiker und Politologen aus 25 Ländern teil, darunter 62 ausländische Fachleute. Auch bekannte Politiker, darunter der französische Ex-Premier Dominique de Villepin und der Ex-Kanzler Osterreichs Wolfgang Schüssel, waren lt. „Stimme Russlands“ dabei.

Die ARD-Tagesschau berichtete darüber einseitig-tendenziös, was besonders in der Schlagzeile und den Überschriften zum Ausdruck kam.

Damit sich jeder selbst ein Bild machen kann, hier die komplette Rede auf deutsch:

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25 Jahre Mauerfall in Berlin – Frieden Jetzt!

25 Jahre nach dem Mauerfall war es wieder notwendig, für Frieden auf die Straße zu gehen. Und dann spielten sich gespenstische Szenen ab. Vermummte brüllten „Deutschland verrecke“ oder „Halt die Fresse“. Aber die leidenschaftlichen, uneigennützigen Friedensbewegten ließen sich nicht beirren, ein weiteres mal für ehrliche Medien, Gerechtigkeit und eine friedliche Welt ihre Gesichter zu zeigen und ihre Stimmen zu erheben.

Ein 12-minütiger Zusammenschnitt zeigt Impressionen der bunten, friedlichen Kundgebung:

Konstantin aus Erfurt sprach leidenschaftlich über die Verantwortung, die wir haben.
Michael Dienelt sprach über seine Sorgen um die nahe Zukunft.
Jürgen Elsässer distanzierte sich von den Fehlern der aktuellen Politik, aber nicht von Bürgern, die aktiv für ihre Rechte auf die Straße gehen.
Heiko Schrang zeigte auf, welche Politiker heute heuchlerisch das vereinigte Deutschland feiern, obwohl sie damals gegen die Vereinigung waren.
Und Stephan Bartunek erklärte anhand von vielen Metaphern, wie Toleranz funktioniert.
Halle wurde auf der Bühne unter anderem vertreten von Dave und von Frank Geppert mit einem Erfahrungsbericht zum Mauerfall und einem leidenschaftlichen Apell an die Journalisten, die kriegsverursachende Verschwörungstheorien verbreitet haben und immer noch verbreiten.

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29. Mahnwache für den Frieden in Halle am 10. November 2014

Achtung: Ab nächsten Montag am Riebeckplatz!

Während der Zeit des Weihnachtsmarktes steht uns die Fläche vor dem Ratshof leider nicht zur Verfügung. Bis Weihnachten finden die Mahnwachen deshalb am Riebeckplatz auf der Freifläche gleich hinter der Leipziger Straße statt. Am 29. Dezember dann wieder auf dem Markt.

Hier nun die Videodokumentation vom 10. November:

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28. Mahnwache für den Frieden in Halle am 3. November 2014

Mit Gastrednern Ken Jebsen und Pedram Shahyar

Aber auch unser kommentierter Nachrichtenblock war wieder sehr aufschlussreich.

Hier nun die übersichtliche Videoliste in 9 Teilen:

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